• Titelbild der Referenz Universitätsmedizin Mainz

Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Bürokratieabbau dank Internet of Things

industrial-iot, new-work

Patienten medizinisch versorgen, dabei ein offenes Ohr haben und den umfangreichen Anforderungen an die Dokumentation nachkommen – die Arbeit des Pflegepersonals in Kliniken ist herausfordernd, insbesondere in Zeiten der Personalknappheit. Die Universitätsmedizin Mainz hat das Potenzial erkannt und ging zusammen mit der Telekom Deutschland und der T-Systems Multimedia Solutions einen weiteren Schritt in Richtung einer digitalisierten Klinik. Mit einer intelligenten IoT-Lösung können Zeitaufwand für Kommunikation und Dokumentation deutlich reduziert werden.


Nutzen für unseren Kunden


Bis zu 30 Minuten Zeitersparnis bei der Dokumentation jeder Geräte-Ausleihe

Fehlerfreie digitale Dokumentation und Abrechnung

Kostenersparnis durch verbesserte Arbeitsabläufe, ROI nach sechs Monaten

  • Bild von PD Dr. med. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz

    PD Dr. med. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz

    Mit dem Healthcare Service Button gelingt Kliniken der leichte Einstieg in die Digitalisierung. Uns bot sich eine gute Gelegenheit, auch das Personal für die Digitalisierung zu gewinnen, da der Button einen direkt erlebbaren Mehrwert bietet.

Referenz im Überblick


Aufgabe

Verringerung des Aufwands für Kommunikation, Dokumentation und Abrechnung durch Digitalisierung.

Lösung

IoT-Applikation mit Service-Button und App für die digitale Ausleihe von Medizin-Geräten.

Ergebnis

Arbeitserleichterung und Entlastung des Pflegepersonals durch digitale Bestellung und Abbestellung von Medizingeräten.




  • Bild von Pflegepersonal und Ärztin

    Anforderungen

    Digitale Prozesse statt Überstunden

    Die Überlastung des Pflegepersonals ist eines der großen Probleme innerhalb des deutschen Gesundheitswesens. Trotz Überstunden bleibt nicht so viel Zeit für Patienten, wie sich Klinikleitung und Angestellte dies wünschen würden. Besonders die langwierigen und fehleranfälligen Dokumentations- und Abrechnungsprozesse in Kliniken machen einen erheblichen Teil der Arbeitszeit des Pflegepersonals aus. Daher stand dessen Entlastung beim Healthcare Hackathon, der von der Universitätsmedizin Mainz organisiert wird, ganz oben auf der To-do-Liste. Gemeinsam mit der Telekom entstand dabei die Idee eines einfach zu implementierenden, kabellosen IoT-Service-Buttons und einer dazugehörigen App.

  • Bild mit Screenshot der entwickelten App

    Lösung

    Button mit eigener Konnektivität und App zur einfachen Handhabung

    Auf Basis des IoT Service Buttons entstand der Healthcare Service Button. Er verfügt über eine autonome, batteriebetriebene Stromversorgung und ist somit unabhängig vom Stromnetz und WLAN. Er verfügt über eine eigene mobile Konnektivität via NarrowBand IoT, den Netzwerkstandard für das Internet of Things. Damit weist der Button eine sehr gute Empfangsqualität in Gebäuden auf. Durch diese Eigenschaften lässt er sich einfach und überall ohne aufwendige Installation anbringen, unter anderem etwa direkt an Medizin-Geräten. Für seinen erstmaligen Einsatz ist nur eine kurzen Konfiguration in der Cloud of Things, der Plattform der Cloud of Things der Telekom, erforderlich.

Der Healthcare Service Button funktioniert folgendermaßen: Wenn ein Patient beispielsweise eine Vakuumpumpe benötigt um die Wundheilung zu fördern, bestellte das Pflegepersonal diese bisher im Lager der Klinik oder bei einem externen Dienstleister. Die Pflegerin oder der Pfleger musste dafür Anrufe tätigen, E-Mails oder Faxe versenden und darauf entsprechend viel Zeit verwenden. Anschließend galt es, die Nutzungsdauer des Gerätes zu dokumentieren. Nach Abschluss der Behandlung begann der Prozess für die Rücknahme des Geräts von neuem. Seit der Einführung der IoT-Lösung geht das auf Knopfdruck: per Button wird automatisch eine Bestell-Mail an das Gerätelager gesendet und die Nutzung digital dokumentiert. Auch nach Ende der Behandlung reicht ein weiterer Klick für die Rückgabe des Gerätes. Damit spart das Pflegepersonal pro Ausleihe etwa 20 bis 30 Minuten ein, die in der Klinik mehrfach pro Tag erfolgt. Auch mögliche Eingabefehler aufgrund der manuellen Dokumentation entfallen. Die von T-Systems Multimedia Solutions eigens entwickelte App fungiert bei der IoT-Lösung als „Sprachrohr“ in die Cloud. Mit ihr scannen die Mitarbeiter die Barcodes der Vakuumpumpe und des IoT-Buttons ab, um sie zu verknüpfen. Der automatisierte Versand von E-Mails und die Dokumentation beginnen, nachdem der Button gedrückt und die App gestartet wurden. Die App ist kompatibel für Android-Smartphones und iOS.


  • Bild von entspanntem Pflegepersonal und Patient

    Nutzen

    Entlastete Mitarbeiter und Kosteneinsparungen

    Die Universitätsmedizin Mainz wird mit der der IoT-Lösung zum Vorreiter digitaler Prozesse in Kliniken. Sie spart durch den vereinfachten, digitalisierten Dokumentations-Prozess nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Ausleihe und Rückgabe von medizinischen Geräten gestalten sich dank Service-Button und App zudem effizienter und weniger fehleranfällig. Bereits nach einem halben Jahr haben sich die Kosten für die Implementierung der IoT-Anwendung in der Klinik amortisiert. Neben der Entlastung von aufwendigen Dokumentationsaufgaben sorgt die einfache, leicht verständliche Bedienung des Buttons und der App für eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Auch gibt es bereits Überlegungen, die Cloud-basierte Lösung für weitere Anwendungsgebiete zu nutzen. So könnten der Einsatz von Button und App auch die Abwicklung von Reinigungsaufträgen von Patientenzimmern und Operationssälen effizienter gestalten.

Per Knopfdruck weniger Bürokratie
für die Pflege

Lesen Sie auch den Beitrag zum Projekt auf
digitaler-mittelstand.de
Zum Artikel

Über die Universitätsmedizin Mainz

Die Universitätsmedizin Mainz steht für eine enge Verzahnung von Spitzenmedizin, Forschung und Lehre. Als einzige Universitätsmedizin in Rheinland-Pfalz macht sie heute schon die Medizin von morgen – denn sie sorgt dafür, dass neueste Erkenntnisse der medizinischen Forschung schnell beim Patienten ankommen. Zahlreiche Spezialisten in rund 60 Kliniken, Instituten und Abteilungen arbeiten fächerübergreifend zusammen und versorgen jährlich mehr als 340.000 Menschen stationär und ambulant. Sie bildet 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie 620 junge Menschen in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen aus. Die rund 8.000 Beschäftigten arbeiten alle an einem Ziel: „Unser Wissen für Ihre Gesundheit“.

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