T-Systems Multimedia Solutions beteiligt sich an EU-Forschungsprojekt OS4ES

EU-Forschungsprojekt Open System for Energy Services

Im EU-Förderprojekt Open System for Energy Services (OS4ES) wird die T-Systems Multimedia Solutions in den kommenden drei Jahren einen wesentlichen Beitrag leisten. Das Projekt startete am 01. Juli 2014. An der Seite acht international tätiger Forschungseinrichtungen, Systemintegratoren, Industrieanlagenbauern, Beratern und Instituten angewandter Forschung sind die Fachleute um Dr. Jörg Benze verantwortlich für die Kreation der SOA-Architektur für eine Service Delivery Plattform für Dienstleistungen im Energiebereich.

Ziel des Projektes ist die Konzeption einer geeigneten technologischen Basis und die exemplarische Implementierung eines Pilotsystems. Als nationaler Marktführer für Internettechnologien und Dienstleistungen verfügt die T-Systems Multimedia Solutions über das notwendige Software-Architektur- und Entwicklungs-Knowhow.

Im OS4ES-Projekt werden Erkenntnisse für folgende vier Aspekte erarbeitet

  • Gestaltung der Ausführungsumgebung für neue Energiedienstleistungen, die von Verteilnetzbetreibern, Energiedienstleistern, Händler, Anwendern, Kunden und Prosumern angeboten und genutzt werden.
  • Entwicklung einer offenen, als Standard verabschieden, Systemarchitektur.
  • Diskriminierungsfreie, mandantenfähige, multi-vendor  und multi-operator „Service Enabling Platform“ – Technologie für Energy Services, die von ICT-Dienstleistern und verwandten Unternehmen angeboten und betrieben werden.
  • Distributed Energy Resources (DER) System-Registry und Algorithmen,die DER-Flexibilitäten automatisch den Energiemanagement-Services zuweisen.

Hier die offizielle Pressemitteilung zum Projekt:
Am 1. Juli 2014 ist das dreijährige FP7-Verbundprojekt „Open System for Energy Services“ (OS4ES, dt. "Offenes System für Dienstleistungen im Energiebereich) gestartet, das aus Mitteln der Europäischen Kommission finanziert wird.

Das Projekt wurde durch den Umstand motiviert, dass die starke Verbreitung der an das Stromnetz angeschlossenen DER (Distributed Energy Resources) vielfach als Störfaktor für die Zuverlässigkeit und Robustheit des Netzes gilt. Damit ist die Befürchtung verbunden, dass dadurch die Netzverwaltung durch die DSO (Distribution System Operator, Verteilernetzbetreiber) verkompliziert oder sogar beeinträchtigt wird. Das übergeordnete Ziel von OS4ES ist die Bereitstellung eines offenen Systems für Dienstleistungen im Energiebereich (Open System for Energy Services, abgekürzt OS4ES) für die Akteure des intelligenten Stromnetzes (DSO, BRP, Energieunternehmen usw., die als Sammelpunkte fungieren).

Es soll die dynamische und automatische Integration von Millionen DER in das Stromnetz ermöglichen, darunter die große Zahl an Elektrofahrzeugen, die in den kommenden Jahren zu erwarten ist, private und gewerbliche Solaranlagen, kleine, mittlere und große Windenergieanlagen sowie KWK-Kraftwerke in privater und gewerblicher Hand. Ein solches offenes System für Dienstleistungen im Energiebereich mit Plug-and-play-Schnittstellen auf Basis internationaler Normen gibt den Akteuren des intelligenten Stromnetzes eine ideale Möglichkeit an die Hand, die sehr große Zahl der DER ad hoc zu überwachen und zu steuern, statt jeden Einzelnen von ihnen ineffektiv unter großem Zeitaufwand „manuell“ zu verwalten.

Bereits in der Projektantragsphase wurde eine OS4ES-Industrienutzergruppe aufgestellt, die während der Laufzeit des Projekts noch erweitert wird. Die Anwender dieser Gruppe geben Feedback zu der geleisteten Projektarbeit und profitieren im Gegenzug vom Zugang zu den Projektergebnissen schon vor der Veröffentlichung: Ziel des Projekts ist es, eine frühzeitige Umsetzung zukünftiger Normen (z. B. IEC 61850-7-420) noch vor der Veröffentlichung ihrer endgültigen Fassung und eine breite Marktdurchdringung von Komponenten für intelligente Stromnetze zu ermöglichen. Somit verfügen die Mitglieder über die notwendigen Voraussetzungen, um unternehmenseigene Lösungen zu entwickeln, die direkt nach der Einführung der betreffenden Norm auf den Markt gebracht werden können.

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