Die IAAP D-A-CH startet durch! – Barrierefreiheit ist die Zukunft

Barrierefreiheit findet immer mehr Einzug in digitalen Anwendungen: seien es digitale Produkte und Anwendungen im Arbeitsalltag, Webseiten oder der Onlineshop. Auch Benutzer mit Beeinträchtigungen sollen hier nicht mehr ausgeschlossen werden. Unternehmen müssen sich in diesem Sinne zukünftig stärker mit dem Thema auseinandersetzen, um Kunden für sich zu gewinnen und Chancengleichheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am digitalen Arbeitsplatz zu gewähren. Gerade im öffentlichen Bereich gilt bereits jetzt schon die gesetzliche Verpflichtung zu barrierefreien digitalen Angeboten.

 

Barrierefreie Zugänglichkeit ist dann gegeben, wenn alle Produkte, Inhalte und Dienste so gestaltet sind, dass sie für alle nutzbar sind, insbesondere für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen.

 Quelle: IAAP D-A-CH

Genau hier kommt die erst vor kurzem gegründete IAAP D-A-CH ins Spiel. Sie ist die deutschsprachige Niederlassung der IAAP (International Association of Accessibility Professionals). Als Branchenorganisation bietet sie Fachleuten der Barrierefreiheit die Möglichkeit, sich zu vernetzen, weiterzubilden und zu zertifizieren.

 

 

Die Gründungsmitglieder

Die IAAP D-A-CH ist zur Zeit der neuste Fachverband, der sich mit der Thematik Barrierefreiheit beschäftigt. Insgesamt waren 10 Gründungmitglieder verschiedener Unternehmen am Aufbau der IAAP D-A-CH beteiligt. Teil davon sind auch Anne-Marie Nebe (Accessibility und Usability Expertin) und André Meixner (Leiter Test für Barrierefreiheit und Ergonomie) von der T-Systems Multimedia Solutions GmbH (T-Systems MMS). Von den Gründungsmitgliedern wurden beide nun sogar als erster Vorsitz für den IAAP D-A-CH e.V. gewählt. Die Übernahme des Vorsitzes bedeutet für die Organisationseinheit User Centered Test in der T-Systems MMS eine hohe Verantwortung und eine Aufgabe, die mit Stolz übernommen wird. Nun ist nutzerzentriertes Agieren im deutschsprachigen Raum Europas möglich. Anne-Marie Nebe wurde zudem in diesem Jahr der Usability Achievement Award durch die German UPA für ihr besonderes Engagement im Arbeitskreis Barrierefreiheit verliehen.

Als Ansprechpartner koordiniert die German UPA auch alle deutschsprachigen Veranstaltungen zum World Usability Day, der jedes Jahr am zweiten Donnerstag des Novembers stattfindet. Die Organisation erfolgt durch die nationalen Verbände der Usability und User Experience Professionals. In 40 Ländern können an diesem Tag rund 200 kostenfreie Veranstaltungen besucht werden. Es werden die neusten Errungenschaften und Erkenntnisse zu den Themen Usability und User Experience geteilt und Erfolge gefeiert. Das Ziel ist es, die Bedeutung der Thematik an diesem Tag zu zelebrieren, sodass die Welt für dessen Wichtigkeit sensibilisiert wird.

To ensure that technology helps people live to their full potential and helps create a better world for all citizens everywhere. We don’t have to put up with products and services that don’t work well and that human error is a misnomer. No-one should have to suffer through products and services that get in their way. People should not be made to feel stupid by technology.

Quelle: World Usability.org

 

Alle weiteren Gründungsmitglieder im Überblick:

 

  •     Klaus Höckner (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs)
  •     Klaus Miesenberger (Johannes Kepler Universität Linz, Österreich)
  •     Sabine Lobnig (Mobile & Wireless Forum, Österreich)
  •     Gottfried Zimmermann (Hochschule der Medien Stuttgart, Deutschland)
  •     Markus Erle (axes4 GmbH, Schweiz)
  •     Ursula Weber (Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V.)
  •     Regine Gessner (E. J. Krause & Associates Inc., Deutschland)
  •     Michael Wahl (BFIT-Bund)

 

Ziele der IAAP D-A-CH

Die Ziele der IAAP D-A-CH sind sehr vielseitig. Unter anderem ist die Definition des Berufsbildes „Barrierefreiheitsexpert*in“ Teil davon sowie die Verbreitung von Weiterbildungs- und Zertifizierungsverfahren für diese. Ein weiteres Ziel ist es, ein gemeinsames Zertifizierungsverfahren von Informationsdarstellungen, Produkten und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit zu erstellen. Sie möchten zukünftig die Gesetzgebung bei Expertenfragen zur Barrierefreiheit unterstützen und arbeiten and der weltweiten Vernetzung von Barrierefreiheitsexperten (vor allem mit G3ict - The Global Initiative for Inclusive ICTs). Außerdem fördern sie Barrierefreiheit in der Wirtschaft durch den Arbeitskreis Barrierefreiheit der BITKOM und die verpflichtende Aufnahme von Inhalten zur Barrierefreiheit in Studiengängen. 

 

> Erfahren Sie mehr zu der Thematik „Barrierefreie IT"

> Sensibilisieren Sie Ihr Unternehmen für die Themen der digitalen Barrierefreiheit

> Lesen Sie auch den User-Guide „Barrierefreiheit in die digitale Welt"

 

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