Augmented Reality auf der CeBIT – The Information beyond

Grafik: Augmented Reality auf der CeBIT

Wartungszeiten kürzen und Inspektionskosten senken: Per Smartphone, Tablet und Google Glass kann das Wartungspersonal direkt am Fahrzeug mit allen notwendigen Informationen versorgt und Fehler somit vermieden werden. Wie das genau funktioniert? Das Gespräch mit Augmented-Reality-Experte Lars Vogel gibt Einblicke, wie die Instandhaltung von Fahrzeugen in Zukunft aussehen wird.

Herr Vogel, letztes Jahr haben Sie auf der CeBIT die Instandhaltung 4.0 anhand einer Augmented-Reality-Lösung auf einem Tablet präsentiert. Dieses Jahr zeigen Sie die Lösung mit Google Glass. Was sind die Vorteile der smarten Brille?

Wie bei der Tablet-Lösung unterstützt Google Glass zusammen mit unserer Augmented-Reality-Lösung die Wartung von Fahrzeugen, indem sie Inspekteuren breitgefächerte Informationen und visualisierte Arbeitsabläufe bereitstellt. Durch die Brille sieht der Inspekteur dann beispielsweise, wo was wie repariert werden soll und welche Arbeitsschritte dabei eingehalten werden müssen. Der große Unterschied zu der Lösung von der CeBIT 2014 ist, dass der Inspekteur durch die smarte Brille mit freien Händen arbeiten kann. Ihm stehen natürlich weiterhin alle Informationen, die er zur Wartung benötigt, zur Verfügung. Nur kann er jetzt die Arbeitsabläufe synchron sehen, während er arbeitet. Das ist wesentlich praktikabler, spart Zeit und verringert auch die Fehlerquote enorm, da er Informationen immer direkt im Blick hat. Wie das genau funktioniert, können sich die Besucher der CeBIT bei uns am Stand anschauen.

Dieses Jahr zeigen Sie die Lösung zusätzlich anhand der Wartung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Was zeigen Sie hier den Besuchern der CeBIT?

Nehmen wir beispielsweise Busse, S-Bahnen oder Züge. Das sind öffentliche Verkehrsmittel, die ständig auf Achse sind und es besteht kaum Zeit für eine Inspektion. Gleichzeitig ist die Wartung bei dieser Art von Verkehrsmitteln jedoch enorm wichtig. Es werden viele Menschen befördert, es gibt hohe Sicherheitsstandards und durch die tägliche Nutzung viele Verschleißerscheinungen. Wie bringt man das also zusammen? Kaum Zeit und höchste Anforderung an die Qualität und Sicherheit der Wartung? Auch hier kommen den Inspekteuren bei unserem Showcase auf der CeBIT Augmented-Reality-Elemente zur Hilfe. Busse und Züge sind ja ziemlich lange und komplexe Fahrzeuge und Defekte nicht immer gleich direkt zu orten. Augmented Reality hilft hier, den Ort des Defektes auf Anhieb richtig zu bestimmen. Das spart nicht nur Zeit, sondern am Ende des Tages natürlich auch Geld. Außerdem hilft die AR-Anwendung die Inspektion schneller und intuitiver durchzuführen. Und das nicht nur, weil der Defekt früher geortet wurde. Vor allem wird die Wartung effizient, da der Inspekteur alle Informationen, die er benötigt, auf seinem Endgerät bei sich trägt. Außerdem wird durch unsere Lösung die Fehlerquote gemindert. Diese Wartung werde ich den Besuchern der CeBIT live auf der Interactive Area präsentieren.

Augmented Reality auf der CeBIT
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Sehen Sie noch weitere Anwendungsbereiche, bei der Google Glass und Augmented Reality in Zukunft in Erscheinung treten werden?

Da gibt es viele Anwendungsbereiche, die mir einfallen. Stellen Sie sich beispielsweise mal eine komplett freie Fläche vor. Auf dieser Fläche möchten Sie an einer genau definierten Stelle eine Schraube setzen. Heute müssten Sie diesen Punkt mit Hilfe von Schablonen aufwendig identifizieren und markieren. Hier könnte ein Szenario sein, dass Augmented Reality in Kombination mit Google Glass diesen Arbeitsschritt komplett ersetzt. Die Brille kann sich einfach die relevanten Informationen aus einer Datenbank ziehen und auf Basis dessen bestimmen, wo die Schraube gesetzt werden muss. Diesen Punkt sehen Sie dann durch die Brille.

Das klingt ja alles schon ganz zukunftsgerichtet. Wo sehen Sie die Instandhaltung von Maschinen eigentlich in zehn Jahren?

Was mir dazu als Erstes einfällt: Eine Wartung wird komplett papierlos sein. Keine gedruckten Handbücher mehr, keine Bestätigungszettel, keine Papierdokumentation. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Alles, was der Inspekteur an Information zur Wartung benötigt, wird er in zehn Jahren in seinem Tablet oder seinen Wearables bei sich tragen. Durch das Endgerät sieht der Inspekteur dann nicht nur die Defekte und Arbeitsschritte, sondern kann sich auch Feedback und Ratschläge von anderen Inspekteuren des ganzen Unternehmens holen. Er ist technisch wie sozial vernetzt. Schnittstellen zu allen Systemen werden außerdem ermöglichen, dass die Wartung unglaublich effizient vonstattengeht. Das gilt von der Dokumentation bis hin zum Bestellprozess. Werden neue Teile benötigt, so wird die Bestellung direkt über Industrieportale abgesandt. Internet of Things spielt hier also auch eine große Rolle und wird den Inspekteuren in Zukunft sehr behilflich sein. Die Anfänge dieser Vision möchten wir Ihnen zeigen

Besuchen Sie den Augmented-Reality-Experten Lars Vogel (T-Systems Multimedia Solutions) auf der CeBIT und schauen Sie sich die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality auf der Interactive Area an.

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