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Semperoper Dresden

Künstliche Intelligenz singt erstmals Opernarie

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Die Semperoper Dresden zählt zu den bekanntesten und traditionsreichsten Opernhäuser der Welt. Mit einer Weltpremiere eröffnete sie die Spielzeit 2022/2023: Bei „chasing waterfalls“ beruht Musiktheater erstmals nicht allein auf menschlicher Schöpfungskraft, sondern Künstliche Intelligenz wirkt autark bei der Inszenierung mit. Basierend auf Algorithmen kreiert die KI phasenweise Musik, Text und Gesang – ohne menschliches Zutun. Das cross-mediale Opernprojekt entstand in Zusammenarbeit mit der Semperoper Dresden, dem Komponisten Angus Lee, dem Performing Arts Künstlerkollektiv phase 7 und dem Studio for Sonic Experiences kling klang klong. T-Systems MMS unterstützte das Projekt als Kooperationspartner und bei der Entwicklung einer Gesangsstimme auf Basis von künstlicher Intelligenz.


Nutzen für unseren Kunden


Setzen neuer Operntrends mit Erweiterung des klassischen Portfolios durch Künstliche Intelligenz

Ansprache neuer, Technik-affiner Zielgruppen durch Nutzung modernster Technologie

National und international medienwirksame Aufmerksamkeit durch Weltneuheit

  • Peter Theiler, Intendant der Sächsischen Staatsoper Dresden

    „In der altehrwürdigen Semperoper wurden bereits viele Werke uraufgeführt, denn das Haus stand immer für Innovation. Deshalb versuchen wir auch heute, nach 400 Jahren analoger Operngeschichte, Dinge neu zu interpretieren. Doch dafür benötigen wir die richtigen Partner, die wir unter anderem in T-Systems MMS gefunden haben. Mit ihrer KI-Expertise und Rechnerleistung hat sie einen wesentlichen Beitrag zum umjubelten Erfolg von „chasing waterfalls“ beigetragen. Das war eine Meisterleistung. Vielen Dank dafür!“

Referenz im Überblick


Aufgabe

Entwicklung und Synthetisierung einer Gesangsstimme auf Basis von künstlicher Intelligenz

Lösung

Architektur eines neuronalen Netzes mit Language Models wie GPT-3, MusicAudioBot und RAVE sowie Training der KI per Text-to-Speech

Ergebnis

Die KI singt ein Duett mit der Hauptdarstellerin sowie einen autark kreierten siebenminütigen Solopart

  • Anforderungen

    Eine KI als eigenständiger Gesangs-Part der Oper

    Mit der Uraufführung von „chasing waterfalls“ verlässt die Semperoper tradierte Wege des klassischen Musiktheaters: sie öffnet sich neuen Horizonten der Opernproduktion unter Mitwirkung von Künstlicher Intelligenz. Sinngemäß übersetzt mit „Unfassbares fassen wollen“, beschäftigt sich die Oper mit den Auswirkungen, die Künstliche Intelligenz auf unser menschliches, soziales und kreatives Sein hat. Die Inszenierung möchte damit den ethischen und philosophischen Diskurs in der Beziehung zwischen Mensch und Maschine sowie dem eigenen digitalen Zwilling anregen. Die KI ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil der Geschichte.
    T-Systems MMS unterstützte das drei Jahre währende Projekt als technologischer Berater und Enabler mit umfangreicher KI-Erfahrung. Die konkrete Anweisung der Data Scientists von T-Systems MMS an die KI lautete: „Schreibe eine Opernarie, in der du dich selbst reflektierst. Du darfst dabei durchaus zynisch und humorvoll sein.“
    Eine große Herausforderung war für alle Projektbeteiligten, dass der Kontext der Oper noch lange unklar war, der Uraufführungstermin jedoch feststand.

  • Lösung

    Neuronale Netze bekommen Gesangsunterricht

    Um eine KI zu trainieren, sind große Datenmengen erforderlich. Beispielalgorithmen zum Anlernen einer Singstimme gibt es zwar bereits, jedoch nicht für Opern und nicht passend zur Musik von Angus Lee. Die KI-Experten von T-Systems MMS haben deshalb zunächst einen Datensatz angefertigt. Dafür hat die norwegischen Sopranistin Eir Inderhaug zwei Wochen lang im Studio 50 Lieder in vier verschiedenen Stilen - pianissimo bis forte - eingesungen. Diese Aufzeichnungen dienten als Quelle, um eine Gesangssynthese zu erzeugen. Trainiert wurden die künstliche Stimme auf einem T-Systems MMS-eignen GPU-Cluster. Anschließend entwarfen die Data Scientists von kling klang klong und T-Systems MMS die Architektur eines neuronalen Netzes, das Noten und Texte aufnimmt und daraus einen Sound generiert. Der programmierte und trainierte Algorithmus textet, singt und komponiert nun eine Szene der Oper für jede Vorstellung neu. T-Systems MMS hat für die Synthetisierung ein Frontend entwickelt, damit die Audiofiles direkt von den Künstlern von Phase 7 und kling klang klong erzeugt werden können. In anderen Passagen der Oper, die von der KI gesungen werden, sind Text und Noten schon vorher bekannt.
    Die für die Verarbeitung erforderliche Rechnerkapazitäten stellt T-Systems MMS ebenfalls bereit.

  • Nutzen

    Oper neu erfinden

    Die Semperoper Dresden öffnet sich mit der umjubelten ersten KI-Oper weltweit neuen Horizonten der Opernproduktion und wird damit zum Trendsetter. Indem die Produktion KI mit darstellender Kunst verbindet, schafft sie einen neuen Interaktionsraum für modernste Hochtechnologie und klassische Opernelemente. Mit diesem Experiment spricht das Traditionshaus zusätzlich zum klassischen Opernpublikum eine jüngere, Technik-affine Zielgruppe an. Gleichzeitig erlangte die Premiere mit zahlreichen Presseveröffentlichungen eine enorm hohe mediale Aufmerksamkeit – in Deutschland und darüber hinaus: „chasing waterfalls“ wird als nächstes beim New Vision Performing Arts Festival in Hongkong zu erleben sein.
    Die zukunftsweisende Oper leistet zudem einen kritischen Beitrag zu der Debatte, was der Mensch in Zukunft selbst entscheidet und was er Algorithmen überlässt. „chasing waterfalls“ regt das Publikum auch dazu an, über die zukünftigen digitalen Möglichkeiten und Grenzen nachzudenken sowie über Selbstbestimmung und die gemeinsame Verantwortung zu diskutieren.
    Das Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine wird so auf völlig neue Weise interpretiert und zusätzlich Sichtbarkeit für das Thema Künstliche Intelligenz erzeugt. Da die KI in jeder Vorstellung anders agiert, ist die Oper auch durch ein unvorhersehbares Überraschungsmoment gekennzeichnet.

Über die Semperoper Dresden

Die Semperoper Dresden, benannt nach ihrem Architekten Gottfried Semper, gilt als eines der schönsten Theaterhäuser der Welt und ist berühmt für ihre herausragende Akustik. Sie verbindet Tradition, Musikgeschichte und einzigartigen Klang auf unverwechselbare Weise mit Innovation, Inspiration und Emotion. Auf höchstem künstlerischem Niveau trägt sie Oper, Konzert und Ballett zu den Menschen in Dresden und darüber hinaus in die Welt. Tradition und Erneuerung stehen programmatisch für die Arbeit der Semperoper Dresden.
Mit zahlreichen Uraufführungen unter anderem von Werken Richard Wagners und Richard Strauss' wurde hier bereits in der Vergangenheit Operngeschichte geschrieben und auch heute fühlt sich die Semperoper ihrer Geschichte als Uraufführungshaus verpflichtet. Die Semperoper Dresden ist zudem ständige Wirkungsstätte der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter ihrem derzeitigen Chefdirigenten Christian Thielemann. Mit einer Auslastung der 1.430 Plätze von über 90 Prozent stellt die Semperoper Dresden einen Leuchtturm in der internationalen Kulturlandschaft dar.




Eine Artificial Intelligence Oper
Handlung und von der KI getextete Arien
zur Seite der Semperoper

KI auf der Opernbühne
Uraufführung „Chasing Waterfalls“ an der Semperoper
Beitrag des Deutschlandfunks

KI goes Semperoper Dresden
So spielt die Musik der Zukunft
Zum Blogbeitrag

Künstliche Intelligenz steuert virtuelle Stimme
Beitrag bei BR Klassik

Uraufführung der KI-Oper „Chasing Waterfalls“
an der Semperoper Dresden
Beitrag bei SWR 2

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Opernwelt
Beitrag in der Süddeutschen Zeitung

"chasing waterfalls"
Künstliche Intelligenz an der Dresdner Semperoper
Beitrag im MDR

Interview mit Angus Lee
Komponist von chasing waterfalls
Beitrag in "Musik in Dresden"

Jubelstürme für Künstliche Intelligenz
Beitrag in der Sächsische Zeitung

Uraufführung des Opernprojektes »chasing waterfalls«
Beitrag auf Theaterkompass.de

KI in der Oper: „chasing waterfalls“
Beitrag in Production Partner

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