04.10.2016

Demandware ist jetzt Salesforce: Alles anders oder alles beim Alten?

Salesforce hat den Softwareanbieter Demandware übernommen. Was hat die Übernahme von Demandware für Auswirkung auf Produkt, Kunde und Dienstleister?

Im Juni bekannt gegeben und am 5. Oktober auf der Dreamforce offiziell eingeführt: Salesforce hat den Softwareanbieter Demandware übernommen. Das bedeutet, dass es die Marke Demandware nicht mehr gibt - dafür aber die Salesforce Commerce Cloud. Dies ist für Salesforce nicht nur der größte Zukauf der Firmengeschichte, mit der Übernahme füllt der Technologieanbieter auch eine große und wichtige Lücke im eigenen Portfolio: Denn bisher bot Salesforce selbst keine Commerce-Lösung an. Es konnten lediglich wichtige Funktionalitäten dieses Bereichs über Apps erweitert werden. Aber wie wirkt sich die Übernahme nun konkret auf das Produkt sowie Kunden und Dienstleister aus?

Fünf Vorzüge der Übernahme:

  1. Für Salesforce-Kunden werden die nötigen Systeme für ein Ende-zu-Ende-Szenario reduziert, da sich dies nun auf einer einzigen Plattform mittels Salesforce-Ökosystem realisieren lässt. Das reduziert die Time-to-Market, welche bisher durch den Einsatz unterschiedlicher Systeme und deren Abstimmung aufeinander entsprechend länger ausfiel.
  2. Die Commerce Cloud ist multimandantenfähig und bietet ein zentrales, konfigurierbares Dashboard, um einen konsolidierten Überblick über sämtliche relevanten Reportings zu ermöglichen. 
  3. Das Wissen über den Kunden wächst und kann optimal genutzt werden: Durch das umfassende System wird ein Rundumblick auf das Kundenverhalten und die vorliegenden Kundendaten ermöglicht, die zukünftig zentralisiert und konsolidiert vorliegen. Wer dies analytisch nutzt, kann beispielsweise seine Retourenquoten reduzieren und spezifische Empfehlungen aussprechen, da er genau weiß, wie der Kunde tickt und wann er wo welche Einkäufe erledigt.
  4. Auch Dienstleister profitieren durch die neue Commerce Cloud: Die bisher vorhandenen Silo-Strukturen können zukünftig kundenzentriert aufgebrochen und viele Drittsysteme abgelöst werden.
  5. Die Bereitstellung der zentralen Plattform schmälert das Projektvolumen und befreit Ressourcen, die für eine intensivere Kundenbetreuung genutzt werden können.

 

Ein starkes Team

Salesforce und die Deutsche Telekom arbeiten seit 2013 gemeinsam und pflegen eine strategische Partnerschaft: Die T-Systems agiert seitdem als Vetriebspartner von Salesforce.com in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie exklusiver Reseller von Salesforce Lizenzen am Markt. Die T-Systems Multimedia Solutions GmbH übernimmt im Rahmen dieser Partnerschaft die Beratungs- und Implementierungsaufgaben. Von der Konzeption bis zum Rollout werden die Kunden bei der Umsetzung der Vertriebs-, Marketing- und Serviceprozesse auf Basis von Salesforce begleitet. Darüber hinaus ist T-Systems Multimedia Solutions bereits seit 2004 Demandware Partner und betreute E-Commerce-Projekte für über 25 Kunden mit mehr als 100 Länder-Sites.

Seit 2015 wird die Salesforce Cloud-Plattform für Europa als zentrales und mehrsprachiges System in einem deutschen Hochsicherheits-Rechenzentrum von T-Systems betrieben. Damit bildet sie die optimale Basis für geschützte Daten und einen stabilen, zuverlässigen Betrieb.

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Vergangenes Jahr ist die Modernisierung des Vergaberechts von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen in Kraft getreten. Das bedeutet: Ab dem 18. April 2017 wird die elektronische Kommunikation im Vergabeverfahren für zentrale Vergabestellen Pflicht, bei Ausschreibungen im Oberschwellenbereich – also denjenigen Ausschreibungen, deren Wert die festgesetzten EU-Schwellen überschreitet und somit europaweit vergeben werden. Sonstige Vergabestellen haben spätestens bis zum 18. Oktober 2018 ihre Vergaben elektronisch abzuwickeln. Durch die neue Partnerschaft mit EU-Supply unterstützt die T-Systems Multimedia Solutions die Kunden dabei, diese und weitere finale Anforderungen der Vergaberechtsreform umzusetzen. Auch die Reform des Unterschwellenbereichs ist in Planung und wird aktuell zeitlich gestaffelt, mit Abschluss zum 1. Januar 2020, begonnen.

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